AlkoholKoordinations-und InformationsStelle
des Anton-Proksch-Instituts

Häusliche Gewalt und Alkohol -
Ein ENCARE-Projekt im Rahmen des DAPHNE II - Programms

 

Zur Zeit läuft ein weiteres ENCARE-Projekt, das im Rahmen des Projekts DAPHNE II der Generaldirektion Justiz & Inneres der Europäischen Kommission gefördert wird und das sich mit dem Zusammenhang von häuslicher Gewalt und Alkohol und den damit für Kinder verbundenen Risken befasst.


[ Website der GD Justiz & Inneres]
[ Finanzierungsprogramme der EK im Bereich Freiheit, Sicherheit und Recht] - unter anderem DAPHNE II.

  Bei Gewalt im familiären Bereich sind die Opfer überwiegend Frauen und Kinder, die Täter überwiegend männliche Familienmitglieder. Alkohol spielt in Situationen von häuslicher Gewalt eine nicht zu unterschätzende Rolle, Kinder und Jugendliche sind von Gewalt im familiären Bereich meist mitbetroffen, entweder direkt oder indirekt, indem sie die Gewaltszenen miterleben. Multifaktorielle Problemlagen dieser Art stellen einen erheblichen Risikiofaktor für die Entstehung internalisierender Störungen (Depressionen, Angststörungen) und externalisierender Störungen (antisoziales Verhalten im Kindes- und Jugendalter) dar. Gewalt wird unter Umständen aber auch über Generationen weitergegeben - Kinder, die Gewalt in der Familie miterleben, haben ein erhöhtes Risiko selbst zu Tätern oder Opfern zu werden.

Gegenwärtig sind einige ENCARE-Netzwerk-Mitglieder in ein Projekt involviert, das mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm (DAPHNE II) gefördert wird.

Beim DAPHNE-PROGRAMM II (Laufzeit 2004 bis 2008) handelt es sich um ein Aktionsprogramm der Generaldirektion für Justiz, Freiheit und Sicherheit der Europäischen Kommission, das der Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen sowie zum Schutz von Opfern und gefährdeten Gruppen dient.

Mit dem Projekt "Gewalterfahrungen, Unfälle und Verletzungen bei Kindern in alkoholbelasteten Familien (VIOL-ALC)" sollen die Gewalterfahrungen sowie die häufig damit assoziierten Unfall- und Verletzungsereignisse bei Kindern in alkoholbelasteten Familien in zehn EU-Staaten erhoben und dokumentiert sowie Präventions- und Interventionsstrategien entwickelt werden.

Kontakt:
Mag. Christine GRUBER (Projektverantwortliche)

Ludwig-Boltzmann-Institut für Suchtforschung (LBI Sucht) -
in Kooperation mit dem Anton-Proksch-Institut Wien
[ E-Mail: christine.gruber@api.or.at]

 

 

 

 

Weiterführende Literatur:

MAFFLI, E., ZUMBRUNN, A. (2001): Alkohol und Gewalt im sozialen Nahraum, Forschungsbericht No. 37, Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und Drogenprobleme
[ Download Publikation (pdf-file)]

HEYNEN Susanne (2004): Prävention häuslicher Gewalt - Kinder als Opfer häuslicher Gewalt; in: KERNER, H.J., MARKS, E.: Internetdokumentation Deutscher Präventionstag, Hannover
[ Download Publikation (pdf-file)]

ARTE-Themenabend "Wenn Väter sich rächen" - TV-Sendung am 22.03.2005 u.a.: "Gewalt in der Ehe"
[ Textversion des TV-Beitrages]

LOGAR Rosa (2003): Wegweisung der Täter - und was dann?" Über die Möglichkeiten neuer Interventionsformen und die Unmöglichkeit, Gewalttaten an Frauen mit geringen Mitteln zu verhindern. Erkenntnisse aus dem siebten Jahr des Gewaltschutzgesetzes in Österreich. Beitragsexposé zur Konferenz "Eingreifen bei häuslicher Gewalt II - Interventionszentralen im europäischen Raum", 25.11.2003 Berlin
[ Download Publikation (pdf-file)]

 

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