Suchtpräventionsdokumentation - Alkohol
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Was bedeutet "Komatrinken" ?

Text aus:

Uhl, A.; Springer, A.; Kobrna, U.; Gnambs, T.; Pfarrhofer, D. (2005):
Österreichweite Repräsentativerhebung zu Substanzgebrauch - Erhebung 2004, Band 1: Forschungsbericht. Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Wien


"Komatrinken" in Zusammenhang mit Alkoholkonsum bedeutet, den Konsum einer Alkoholmenge, die ein Koma hervorruft. Als Koma (griechisch "tiefer Schlaf") bezeichnet man eine Form der Bewusstlosigkeit, bei der das Individuum auch durch starke äußere Stimuli wie wiederholte Schmerzreize nicht geweckt werden kann. Da bei einem so schweren Rauschzustand akute Lebensgefahr bestehen kann, ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig.

Da die Frage, wie häufig Komatrinken in unser Gesellschaft vorkommt, häufig gestellt wird, es aber keine verlässlichen Statistiken dazu gibt, wird oft auf Statistiken über die Frequenz und Häufigkeit von Alkoholräuschen oder des sogenannten "Binge-Drinking" Bezug basierend auf Umfragen Bezug genommen. Diese Gleichsetzung ist inhaltlich nicht gerechtfertigt, weil bei Umfragen in der Regel selbst ein leichter Schwips nach geringen Alkoholmengen als "Alkoholrausch" gewertet wird und weil "Binge-Drinking" bei Umfragen über die Konsummenge so definiert wird, dass unter Umständen nicht einmal ein Rausch auftritt.


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