
Quelle:
Uhl, A.; Strizek, J.; Springer, A.; Pfarrhofer, D. (2010): Österreichweite Repräsentativerhebung zu Substanzgebrauch 2008 - Band 1 Forschungsbericht. Bundesministerium für Gesundheit, Wien (in Vorbereitung)
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| Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009): Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009. dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMG, Wien |
Kategorien nach Alkoholkonsum
primär Abstinente bzw. Fastabstinente |
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Personen, die ihr Leben lang (fast) keinen Alkohol getrunken haben; konkret: maximal einmal pro Vierteljahr Alkohol zu sich genommen. |
sekundär Abstinente bzw. Fastabstinente |
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Personen, die zwar früher getrunken haben, seit einem längeren Zeitraum aber (fast) abstinent leben; konkret: früher getrunken, im letzten Vierteljahr aber maximal einmal Alkohol zu sich genommen. |
Personen mit geringem Alkoholkonsum |
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Personen, deren Alkoholkonsum in der Regel kein Gesundheitsproblem darstellt; konkret: Alkoholkonsum unter der „Harmlosigkeitsgrenze“; d.h. Frauen bzw. Männer, die durchschnittlich nicht mehr als 16g bzw. 24g Alkohol pro Tag trinken. |
Personen mit mittlerem Alkoholkonsum |
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Personen, deren Alkoholkonsum ein Gesundheitsproblem darstellen könnte; konkret: Alkoholkonsum zwischen „Harmlosigkeitsgrenze“ und „Gefährdungsgrenze“. |
Personen mit problematischem
Alkoholkonsum |
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Personen, deren Alkoholkonsum in der Regel ein erhebliches Gesundheitsproblem darstellt; konkret: Alkoholkonsum über der „Gefährdungsgrenze“; d.h. Frauen bzw. Männer, die durchschnittlich mehr als 40g bzw. 60g Alkohol pro Tag trinken. |
chronische AlkoholikerInnen*) |
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Personen, die bis 2000 nach ICD-9 und seit 2001 nach ICD-10 als „Alkoholabhängige“ klassifiziert wurden oder zumindest die Voraussetzungen für diese Diagnose erfüllen. |
*) Bei der in der Schweiz entwickelten und in Österreich seit 1989 für die Krankenanstalten vorgeschriebenen Entlassungsdiagnose nach ICD-9 (BMAGS-Version) wurde eine deutsche Übersetzung gewählt, die die Kategorie „Alcohol Dependence Syndrome“ mit „Alkoholismus“ (Alkoholabhängigkeit) übersetzte (BMAGS 1998a).
Im Rahmen der „Repräsentativerhebung 1993/94“ (Uhl & Springer, 1996) und der „Repräsentativerhebung 2004“ (Uhl et al., 2005b) erfolgte eine Einteilung der Befragten in sechs qualitative Kategorien (siehe Tabelle oben). Zu dieser Unterteilung ist Folgendes zu präzisieren:
- Der Ausdruck „in der Regel“ bezieht sich auf den Umstand, dass zwischen der konsumierten Alkoholmenge und den zu erwartenden Gesundheitsbeeinträchtigungen bloß ein statistischer Zusammenhang vorliegt, der nicht auf den Einzelfall anzuwenden ist. Es gibt anfällige Personen, für die bereits ganz geringe Alkoholmengen ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen, und Personen, die einen relativ hohen Alkoholkonsum über einen langen Zeitraum ohne nachweisbare Gesundheitsbeeinträchtigung aufrechterhalten können.
- Der ungewöhnliche Ausdruck „Abstinente bzw. Fastabstinente“ spiegelt den Umstand wider, dass ein halbes Glas Sekt zu Silvester und ein Glas Wein bei einem Geburtstag, dem sich auch erklärte AlkoholgegnerInnen mitunter nicht entziehen können oder wollen, diese nicht daran hindert, sich als „abstinent“ zu bezeichnen, auch wenn sie bei strenger Auslegung natürlich nicht als „Abstinente“ bezeichnet werden können.
- Der Begriff „problematischer Alkoholkonsum“ wird häufig auch als „Alkoholmissbrauch“ und Personen, die problematischen Alkoholkonsum betreiben, werden häufig als „Alkoholgefährdete“ bezeichnet.
Falls es nicht möglich ist, die klinische Diagnose „Alkoholismus“ bzw. „Alkoholabhängigkeit“ zu stellen**) kann man zumindest anhand der konsumierten Alkoholmenge „Personen mit extremem Alkoholkonsum“ definieren – beispielsweise Personen, die mehr als das Doppelte der Gefährdungsgrenze konsumieren.
**) z.B. wenn bei epidemiologischen Untersuchungen nicht speziell ausgebildete InterviewerInnen Befragungen durchführen oder Selbstausfüllerfragebögen verwendet werden.
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