![]() Suchtpräventionsdokumentation - Alkohol |
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| Berechnung des theoretischen Alkoholspiegels | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009): Unter dem Abschnitt Formel 1: Formel zur Berechnung des maximal erreichbaren BAK-Werts
In der Regel ist das Körperwasservolumen (KWVOL) einer bestimmten
Person nicht bekannt, das Körpergewicht aber leicht festzustellen.
In diesem Fall kann man das Körperwasservolumen (KWVOL), das
ja mit dem Körperwassergewicht (KWGEW) numerisch identisch
ist, grob schätzen indem man das Körpergewichts (KGEW)
mit der durchschnittlichen Körperwasserkonzentration (KWK)
des Menschen multipliziert (KWGEW = KGEW KWK). Völlig gleichwertig
mit der Angabe der KWK ist die Angabe des so genannten Reduktionsfaktors
(RED), der das Verhältnis zwischen Blutwasserkonzentration
(BWK) und Körperwasserkonzentration (KWK) beschreibt, da diese
beiden Werte durch Multiplikation bzw. Division mit 0,8 leicht in
einander umrechenbar sind (Formel 2). Formel 2: Formel zur Umrechnung der Körperwasserkonzentration
in den Reduktionsfaktor
Berechnung der BAK, die das Körperwasservolumen (KWV) über
das Körpergewicht und die durchschnittliche Körperwasserkonzentration
(KWK) bzw. den Reduktionsfaktor (RED) schätzen, sind für
den Einzelfall allerdings ungenau, da die Körperwasserkonzentration
beim Menschen sehr stark variiert. fettreiche Personen: RED 0,6 woraus folgt KWK 48 Gew.-% Widmark (1932) unterschied zwischen Männern und Frauen und
gab folgende Werte an: van Haaren & Hendriks (1999) gaben folgende Werte an: Schmidt et al. (2003) gaben folgende Werte an: Wie man sieht, schwanken die Angaben unterschiedlicher Autoren
die Körperwasserkonzentration durchschnittlicher Männer
und Frauen betreffend erheblich, Einigkeit besteht allerdings darin,
dass die Körperwasserkonzentration bei Männern um einen
relevanten Faktor (14% bis 27%) größer ist. Formel 3: Widmark'sche Formel
Unter Anwendung von Formel 3 ergeben sich, wenn man von einer fettleibigen Person auf der einen Seite und einer hageren Person auf der anderen Seite ausgeht, die BAK-Werte in folgender Tabelle: Beispiele für die praktische Anwendung von Formel 3:
Präziser als ein Ansatz der von einer durchschnittlichen Körperwasserkonzentrationen (KWK) nach geschätztem Körperfett bzw. Geschlecht ausgeht, wird im Zugang von Watson et al. (1981) zusätzlich auch Körpergröße (KGR) und Lebensalter (LA) herangezogen, um das gesamte Körperwasservolumen (KWVOL) zu schätzen.
Bei Frauen ergab sich durch die Berücksichtigung des Alters
(Watson et al., 1981) keine signifikante Verbesserung der Schätzpräzision,
weswegen das Alter nur in Bezug auf Männer Berücksichtigung
fand.
Durch Umformung von Formel 1 bis Formel 4 kann aus der Blutalkoholkonzentration
(BAK) auf die eingenommene Alkoholmenge rückgerechnet werden. Literatur: Grubwieser, P.; Haidekker, A.; Pavlic, M.; Steinlechner, M. (2002): BAK-AAK-Quotient im Konzentrationsbereich von 0,5 Promille (0,25 mg/l Ausatemluft). Rechtsmedizin, 12, 104-108 Iffland, R.; Balling, P.; Herold, C.; Fischer, T. (2003): Spezifische Dichte und Wassergehalt von Serum. Rechtsmedizin, 13,5, 306-310 Grüner, O. (1995): Forensische Aspekte des Alkohols. In: Seitz, H.K., Lieber, C.S., Simanowski, U.A. (Hrsg.): Handbuch Alkohol, Alkoholismus, alkoholbedingte Organschäden. Barth, Leipzig Gerchow, J.; Heberle, B. (1980): Alkohol Alkoholismus Lexikon. Neuland-Verlagsgesellschaft, Hamburg Watson, P.E.; Watson, I.; Batt, R.; (1981): Prediction of Blood
Alcohol Concentrations in Human Subjects: Updating the Widmark Equation,
Journal of Studies on Alcohol, 42, 7, 547-556 |