Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009):
Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009. dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMGFJ, Wien
Die bis zum Jahre 2000 in Österreich zur Spitalsentlassungsdiagnose
vorgeschriebene ICD9 Klassifikation (BMAGS-Version) unterscheidet
bei Störungen durch Alkohol vier Kategorien:
Alkoholabhängigkeitssyndrom (303)*
Alkoholmissbrauch (305.0)
Alkoholpsychosen (291)
Erkrankungen, an deren Entstehung Alkohol ursächlich beteiligt
ist
Das Alkoholabhängigkeitssyndrom wird dabei noch unterteilt
nach
Alkoholrausch bei Alkoholikern (303.0)
chronischer Alkoholismus (303.1)
Alkoholpsychosen werden noch differenziert nach
Delirium Tremens (291.0)
alkoholisches Korsakow-Syndrom (291.1)
andere Alkoholdemenz (291.2)
Alkoholhalluzinose (291.3)
pathologischer Rausch (291.4)
alkoholischer Eifersuchtswahn (291.5)
andere Alkoholpsychosen (291.8)
nicht näher bezeichnete Alkoholpsychosen (291.9)
Das Alkoholentzugssyndrom kommt in ICD9 nicht vor.
Wichtige Erkrankungen, an deren Entstehung Alkohol ursächlich
beteiligt ist, sind:
alkoholische Gastritis (535.3)
alkoholische Fettleber (571.0)
akute alkoholische Hepatitis (Fettleberhepatitis, 571.1)
alkoholische Leberzirrhose (Laennec, 571.2)
alkoholischer Leberschaden, NNB (571.3)
alkoholische Polyneuritis (357.5)
alkoholische Kardiomyopathie (425.5)
toxische Wirkung durch Alkohol (980)
*Bei der in der Schweiz
entwickelten und in Österreich seit 1989 für die Krankenanstalten
vorgeschriebenen Entlassungsdiagnose nach ICD9 (BMAGS-Version) wurde
eine deutsche Übersetzung gewählt, die die Kategorie "Alcohol
Dependence Syndrome" mit "Alkoholismus" (Alkoholabhängigkeit)
übersetzte (BMAGS 1998a).
Literatur:
BMAGS (1998a): Diagnosenschlüssel ICD9,
Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Wien
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