Text aus:
Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009):
Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009.
dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMGFJ, Wien
Führe strenge Kontrollmaßnahmen ein, die direkte
und indirekte Bewerbung alkoholischer Getränke betreffen, wobei
auf die in manchen Ländern bereits existierenden Werbeeinschränkungen
und -verbote Rücksicht genommen werden soll, und stelle sicher,
dass sich keine Form der Werbung spezifisch an Jugendliche richtet,
z.B. durch die Verbindung von Alkohol mit Sportausübung.
Im Wesentlichen bestehen in Österreich gesetzliche Bestimmungen
im ORF-Gesetz, Privatradiogesetz, Privatfernsehgesetz und im Europäischen
Übereinkommen über grenzüberschreitendes Fernsehen.
Darüber hinaus findet eine Einschränkung der Alkoholwerbung
nur über die Selbstbeschränkung der Werbewirtschaft in freiwilliger
Form statt. Die Globalisierung der Programmanbieter und die Liberalisierung
der Rundfunkgesetzgebung haben aber dazu geführt, dass doch verstärkt
gesetzliche Regelungen (ab 1997) eingesetzt wurden, wobei die Werbebeschränkungen
bzw. das generelle Werbeverbot für Spirituosen in Rundfunk und
Fernsehen zum Teil auch auf private und nicht terrestrische Veranstalter
ausgedehnt wurde.
In diesem Zusammenhang ist auch auf den im Jahre 2006 von der österreichischen
Brauwirtschaft angesichts der gesellschafts- und gesundheitspolitischen
Diskussion über die Vermarktung alkoholischer Getränke in
Österreich und der EU verfasste, sogenannte Kommunikationskodex
der österreichischen Brauwirtschaft hinzuweisen. Der Verband
der Brauereien bekennt sich darin zu einem verantwortungsvollen Umgang
mit dem alkoholhältigen Genussmittel Bier und zu konsequentem
Auftreten gegen jegliches schädliche und missbräuchliche
Konsumverhalten. Mit dem Kommunikationskodex wurde ein dritter Schritt
neben den gesetzlichen Vorschriften und den Richtlinien des Werberates
gesetzt. Ein Fachbeirat, zusammengesetzt aus Konsumentenvertretern,
Lebensmittelrechtsexperten, Vertretern des Werberates und der Lebensmittelindustrie,
ist mit den den Kommunikationskodex betreffenden Agenden befasst.
Alle österreichischen Brauereien haben zugestimmt, den Kommunikationskodex
einzuhalten.
weiterführende Informationen:
Übersicht
Alkoholpolitik
Jahreszahlen
wichtiger alkoholpolitischer Entwicklungen und Dokumente
 zum Download alkoholpolitischer
Dokumente (Alcohol
Policy 1946-2007)
zurück zur Übersicht Suchtpräventionsdokumentation Alkohol |