Text aus:
Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009):
Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009.
dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMGFJ, Wien
Die akute Alkoholwirkung führt zu einem in seiner Intensität
dosisabhängigen Rauschzustand. Man kann drei Stadien unterscheiden:
- Bei einem Blutspiegel von 0,5-1,2 Promille Alkohol kommt es zur
Beeinträchtigung von höheren und komplizierten Hirnfunktionen:
Das bedeutet Enthemmung, vermindertes Verantwortungsgefühl,
oberflächlicher und verlangsamter Gedankenablauf, Unterschätzung
von Gefahren, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
etc. Die psychomotorischen Fähigkeiten sind leicht beeinträchtigt.
Äußere Zeichen einer Berauschung fehlen weitgehend.
- Bei einem Blutspiegel von 1,3 bis 3 Promille Alkohol wird die
Berauschung auch äußerlich deutlich sichtbar. Die Bewegungen
werden unpräzise und unkoordiniert, die Reaktionsfähigkeit
wird herabgesetzt, die Aufmerksamkeit sinkt ab, das Tiefensehen
und die Weite des Gesichtsfeldes werden eingeschränkt, Doppeltsehen
tritt auf, triebhaft gesteuertes Verhalten tritt in den Vordergrund.
- Steigt der Blutspiegel auf über 3 Promille Alkohol an, kommt
es allmählich zur Lähmung des Nervensystems. Die geistigen
Fähigkeiten erlöschen und es tritt schwerer, tiefer Schlaf
ein der in eine tiefe Bewusstlosigkeit übergeht. Der Vergiftete
ist weder ansprechbar noch erweckbar. Seine Haut fühlt sich
kalt und feucht an, die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung
wird langsam und geräuschvoll, der Pulsschlag ist beschleunigt,
die Pupillen können erweitert sein.
Bei einem Anstieg des Blutalkoholgehalts auf über 4 Promille
besteht akute Lebensgefahr.
weiterführende
Informationen
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