![]() Suchtpräventionsdokumentation - Alkohol |
| Messung in Standardglas |
Text aus: Nur wenige Menschen sind
ohne ausführliche Erläuterungen in der Lage, den Alkoholgehalt
von Getränken spontan in Gramm oder Milliliter reinen Alkohol umzurechnen.
Die in der österreichischen Bevölkerung übliche Form,
Alkohol zu konsumieren, ist das "Krügel" (0,5 l), das
"Seidel" (0,3 l) oder die Flasche Bier (0,5 l), das "Achtel"
(0,125 l) oder das "Viertel" Wein (0,25 l), das kleine oder
große Stamperl Schnaps (20 ml bzw. 40 ml). Aus diesem Grund hat
es sich bewährt, in Befragungen und Veröffentlichungen die
abstrakten "Gramm-reiner-Alkohol-Angaben" und "Milliliter-reiner-Alkohol-Angaben"
durch die wesentlich anschaulicheren "Standardgläser"
oder "Standardeinheiten" zu ergänzen bzw. zu ersetzen. Umrechnung von Mengen alkoholischer Getränke auf Standardglas (ÖSG bzw. ASG)
Die Umrechnung von "österreichischen
Standardglaseinheiten" (ÖSG à 20 g Alkohol / à
25 ml Alkohol) in "angelsächsische Standardglaseinheiten"
(ASG à 8 g Alkohol / à 10 ml Alkohol) und umgekehrt erfolgt
nach folgenden Formeln: Umrechnung angelsächsische
Standardglaseinheiten in österreichische In einer internationalen Übersichtsarbeit (ICAP, 1998) wird betont, dass der Versuch über die Festlegung von Standardeinheiten internationale Vergleichbarkeit herzustellen gescheitert ist, weil die Definition nach wie vor in jedem Land anders erfolgt. Dass ICAP in dieser Publikation ein Standardglas für Österreich basierend auf einer Anfrage im Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz bloß mit einem halben ÖSG festlegt, zeigt, dass nicht einmal von den Experten innerhalb eines Landes einheitliche Angaben zu erwarten sind. Was ein Standardglas ist wird eben nicht in einem Normungsinstitut verbindlich festgelegt, sondern ergibt sich indem die Mehrheit der Forscher sich einer bestimmten Definition anschließen - und diese Festlegung ist weder für alle verbindlich noch für alle Zeiten fixiert. Literatur: Uhl, Alfred; Springer, Alfred
(1996): Uhl Alfred, Springer Alfred,
Kobrna Ulrike, Gnambs Timo., Pfarrhofer David (2005): Health Education Council (1994): That's the Limit. London
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