Text aus:
Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009):
Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009.
dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMGFJ, Wien
Gegenüber Alkohol besteht eine initiale Sensibilität ("genetische
Toleranz"), die eine große Reaktionsvielfalt zwischen Individuen
und zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen aufweist. Sie ist dafür
verantwortlich, ob und wie die Substanz vom Organismus vertragen wird.
Bereits beim ersten Trinken kommt es zur akuten Toleranz, bei fortgesetztem
Konsum tritt chronische Toleranz ein.
Psychische und körperliche Abhängigkeit entstehen in einem
langwierigen, Jahre in Anspruch nehmenden Prozess. Die körperliche
Abhängigkeit manifestiert sich in Entzugserscheinungen, die zu
Tage treten, wenn der abhängig Gewordene aus welchen Gründen
auch immer keinen Alkohol trinkt.
Die Entzugserscheinungen verlaufen bei hochgradiger Abhängigkeit
sehr schwer. Sie können ernsthafte Komplikationen mit sich bringen,
unter Umständen auch zum Tod führen. Sie bestehen aus einem
vegetativen Erregungszustand und Symptomen des Gehirns. Diese wieder
umfassen epileptische Anfälle und das Delirium Tremens das weiter
unten genauer beschrieben wird.
weiterführende
Informationen
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