Suchtpräventionsdokumentation - Alkohol
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Alkohol und Mortalität

Text aus:
Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009): 
Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009.
dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMGFJ, Wien


Alle Menschen sterben irgendwann einmal und es gibt eine Fülle von Ursachen die gemeinsam beeinflussen, in welchem Ausmaß der Tod eines bestimmten Menschen früher oder später erfolgt. Bevor man sich daran machen kann ursachenbezogene vorzeitige Todesfälle, (UVT) zu zählen, muss man definieren, was darunter zu verstehen ist und überlegen, welchen praktischen Wert die Kenntnis dieser Zahl hat.

  • Wieviele Minuten, Stunden, Tage oder Jahre muss eine Person infolge eines Faktors X früher sterben, damit der Tod als durch Faktor X verursacht zu werten ist?

  • Ist die Zahl jener, die infolge des Faktors X um diese Zeitspanne länger leben von ersterer Zahl abzuziehen?

  • Wie geht man mit dem Umstand um, dass logisch betrachtet jeder vorzeitige Todesfall gleichzeitig auf eine Vielzahl von Ursachen zurückzuführen ist und dass sich daher die Summe aller ursachenbezogenen vorzeitigen Todesfälle mit der Anzahl der berücksichtigten Ursachen steigt und sich rasch auf viele 100% der Todesfälle addiert?

  • Wie geht man damit um, dass es viele der empirischen Daten, die man für diese Schätzungen unbedingt benötigen würde, derzeit nicht gibt, dass es manche aus forschungslogischen Gründen selbst mit größtmöglichem Forschungsaufwand gar nicht geben kann, und dass daher die derzeit vorliegenden Berechnung zwangsläufig auf nur begrenzt brauchbaren Daten sowie Spekulationen aufbauen.

Eine detaillierte Auseinandersetzung mit den hier angesprochenen Fragen findet sich bei Uhl (2003) und Uhl & Kraus (2006).
Aus den genannten Gründen erscheint es zwar zweckmäßig ursachenbezogene akute Todesfälle als Folge des Substanzkonsums zu zählen, aber nicht ursachenbezogene vorzeitige Todesfälle (UVT) infolge langfristiger Auswirkungen. Letztere Auswirkungen lassen sich weit sinnvoller über die Zahl der durch den Substanzkonsum ursachenbezogen verlorenen Lebensjahre (UVL) erfassen. Auf alle drei Maßzahlen wird in den folgenden drei Kapitel eingegangen.

Die akut tödliche Alkoholdosis
Die tödliche Dosis beträgt für Erwachsene etwa 6 bis 8 Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht, was einer Blutalkoholkonzentration zwischen 3 und 6 Promille entspricht (Grüner, 1995, S.562).
Die mittlere Letaldosis, also diejenige Menge einer Substanz, die zum Tode von 50% der Individuen führt, gibt Feuerlein (1979, S.21) mit 4 Promille an.
Wer wissen will, welche Mengen an alkoholischen Getränken tödlich wirken können, also mit welchen Getränkemengen man eine Blutalkoholkonzentration von 3 bis 6 Promille erreicht, kann das unter Anwendung der Widmarkschen Formel recht einfach errechnen. Dazu das folgende Rechenbeispiel:

  • Bei einem stark übergewichtigen Menschen mit 105 kg Körpergewicht und einer durchschnittlichen Körperwasserkonzentration von 40% oder
  • bei einem durchschnittlichen Menschen mit 75 kg Körpergewicht und einer durchschnittlichen Körperwasserkonzentration von 56% oder
  • bei einem sehr schlanken Menschen mit 58 kg Körpergewicht und einer durchschnittlichen Körperwasserkonzentration von 64% ergeben sich 3 bis 6 Promille Blutalkoholkonzentration wenn die Person 160 bis 320 Gramm reinen Alkohol zu sich nimmt.

Die Menge von 160 bis 320 Gramm reiner Alkohol ist, wie man Tab. 7, S.49, entnehmen kann, jene Alkoholmenge, die in 8 bis 16 österreichische Standardglas (ÖSG) enthalten ist.

Das entspricht z.B.
½ bis 1 Liter Spirituosen à 40 Vol.-% oder
2 bis 4 Liter Wein oder
4 bis 8 Liter Bier.

Die Konsummenge reinen Alkohols, die sich im konkreten Einzelfall tödlich auswirkt, hängt noch von einer Reihe Faktoren ab. Die wichtigsten davon sind:

  • die Dauer und die zeitliche Verteilung des Alkoholkonsums (je länger der Zeitraum ist, desto mehr Alkohol kann konsumiert werden, ohne einen tödlichen Alkoholspiegel zu erreichen);
  • die Gewöhnung an Alkohol (wer regelmäßig große Mengen Alkohol trinkt überlebt größere Mengen als alkoholunerfahrene Personen);
  • der allgemeine körperliche Zustand der Person (Menschen in guter körperlicher Verfassung überleben größere Mengen als Personen mit schlechtem Gesundheitszustand).

Akute Todesfälle kommen auch bei schweren Alkoholvergiftungen nur relativ selten vor, da sich der Organismus bei Überdosierungen meist durch Erbrechen und Bewusstlosigkeit schützt. "Relativ selten" bedeutet bei großen Zahl an Vollräuschen pro Jahr aber trotzdem eine nicht zu vernachlässigende Größe.
Die meisten Todesfälle wegen akuter Alkoholvergiftung weisen beim Todeseintritt einen Blutalkoholspiegel zwischen 1,8 und 6,7 Promille auf. Diese Werte entsprechen aber nicht dem Wert zum Höhepunkt der Alkoholisierung. Der Todeseintritt tritt im Allgemeinen erst nach fünf bis zwölf Stunden in tiefer Bewusstlosigkeit durch Atemlähmung oder durch Herzversagen und Lungenödem ein, und da in diesem Zeitraum ständig Alkohol abgebaut wird, ist die Blutalkoholkonzentration zum Todeszeitpunkt in der Regel deutlich niedriger als zum Höhepunkt der Alkoholisierung (Gipfelkonzentration).

Die Häufigkeit des akuten Alkoholtodes
Wie viele Österreicher pro Jahr an einer akuten Alkoholvergiftung sterben, lässt sich aus der Todesursachenstatistik nicht abschätzen, da in dieser primär das Grundleiden und nur selten die unmittelbare Todesursache vermerkt wird.
Eine gerichtsmedizinische Erhebung zum akuten Alkoholtod über die Jahre 1984 bis 1997 (Berzlanovich et al., 1998) ermöglicht allerdings eine realistische Abschätzung dieser Zahl.
Basierend auf Berzlanovich et al. konnten Uhl & Kobrna (2001) schätzen, dass jährlich rund 100 Österreicher an einer reinen "akuten Alkoholvergiftung" sterben. Da sich in Österreich pro Jahr rund 75.000 Todesfälle ereignen, entsprechen 100 Fälle einem Anteil von 0,13% an allen Todesfällen.

Nicht berücksichtigt in dieser Zahl sind alle Verstorbenen, die zum Obduktionszeitpunkt weniger als 3,5 Promille Blutalkohol aufwiesen, bei denen infolge stärkerer Fäulnis eine exakte Analyse des Blutalkoholwertes unmöglich war, die abgesehen vom Alkoholeinfluss auch noch unter dem Einfluss von illegalen Drogen und/oder Medikamenten gestanden sind, die indirekten Folgen der Alkoholisierung (Unfälle, Unterkühlung, Aspiration von Erbrochenem etc.) zum Opfer gefallen waren, und solche, die unter stärkerem Alkoholeinfluss durch Selbstmord gestorben waren.

Anzahl der Menschen die jährlich an akuten Alkoholvergiftungen sterben
Einleitend wurde bereits festgestellt, dass es aus logischen und empirischen Gründen wenig sinnvoll erscheint, ursachenbezogene vorzeitige Todesfälle (UVT) zu zählen, und dass es weit zweckmäßiger ist, die langfristigen Auswirkungen von Faktoren auf die Sterblichkeit über ursachenbezogen verlorene Lebensjahre (UVL) zu erfassen. Da sich die Zahl der ursachenbezogenen vorzeitigen Todesfälle, in den Medien und unter Politikern unter Begriffen wie "Drogenopfer", "Nikotintote", "Alkoholtote" oder zusammenfassend "Substanztote", großer Beliebtheit erfreut, wollen wir auch auf diese Zahlen kurz eingehen:

Wer sich die Mühe macht Aussagen über die Zahl der Substanztoten aus Presse und Fachliteratur zusammenzustellen, stößt auf große Diskrepanzen. Schätzungen der Drogentoten sind in der Regel zwar identisch mit der offiziellen Drogenopferstatistik (Haas et al., 2006) und je nach dem ob nur die direkten Drogenopfer (2005 waren das 191 Personen) oder die direkten plus indirekten Drogenopfer ausgewiesen werden (2005 waren das 191+36=227 Personen) ergibt sich bei rund 75.000 Verstorbenen in Österreich ein Anteil von 0,25% bzw. 0,3%.
Zu Schätzungen der "Nikotintoten" fand Uhl (2003) in der Literatur Angaben zwischen 12% und 20% aller Verstorbenen und jene der "Alkoholtoten" zwischen 5% und 20% aller Verstorbenen. Ohne weiteres könnte man hier aber noch viele weitere publizierte Aussagen finden, die die Schwankungsbreite der Angaben pro Substanz noch erhöhen würden.
Bei genauer Analyse der unterschiedlichen Angaben wird offensichtlich, dass es eine Fülle unterschiedlicher Konzepte zur Definition des Begriffes "Substanztod" gibt, die man auseinander halten sollte.

In Zusammenhang mit Substanztoten ist es üblich im Sinne der Terminologie der europäischen Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) zwischen "direkten Todesfällen" und "indirekten Todesfällen" zu unterscheiden.

  • Direkte Todesfälle sind jene, die unmittelbar an den Folgen der Substanz sterben - gleichgültig ob es sich um einen beabsichtigten Selbstmord oder um einen Überdosierungsunfall gehandelt hat.
  • Indirekte Todesfälle sind jene, die indirekt an den Folgen der Substanz sterben - gleichgültig, ob sie in substanzbeeinträchtigtem Zustand an einem Unfall oder an Krankheitsspätfolgen sterben (Busch, 2006).


Das was von unterschiedlichen Menschen als Substanztod bezeichnet wird, kann aber auch noch ganz anders unterteilt werden:

  • Substanztod im engeren Sinn, d.h. unmittelbar durch die Substanzeinnahme verursachte tödliche Unfälle. Zu unterscheiden sind hier Überdosierungsunfälle und andere substanzbedingte Unfälle.
  • Substanztod im weiteren Sinn, hierzu zählen zusätzlich noch auch Todesfälle durch substanzbedingte Erkrankungen. Zu unterscheiden sind hier explizit mit Substanzkonsum in Zusammenhang gebrachte Erkrankungen sowie die kausal zurechenbaren Anteile aller Erkrankungen, die bei Substanzkonsumenten öfter auftreten.
  • Substanztod im umfassendsten Sinn, d.h. der Tod von Substanzgebrauchern, missbrauchern oder -abhängigen (Uhl, 2002).

"Direkte alkoholbedingte Todesfälle" sind neben den geschätzten 100 Österreichern (0,13% aller Todesfälle), die jährlich an einer reinen "akuten Alkoholvergiftung" sterben, noch jene, die durch Mischintoxikationen sterben sowie jene, die im Zustand eines schwerer Alkoholrausches an aspiriertem Erbrochenen ersticken, ertrinken usw.

Die Zahl der "indirekt alkoholbedingten Todesfälle" ist die Zahl jener, die an alkoholbedingten Erkrankungen sterben - eine Zahl die üblicherweise aus der Todesursachenstatistik abgeleitet wird, indem man all jene, die an einer explizit alkoholassoziierten Erkrankung sterben, zählt und bei Todesfällen durch andere Erkrankungen die Zahl der auf den Alkoholkonsum attribuierbaren Fälle schätzt und addiert (Gmel et al., 2006).
Da es für Österreich keine derartige Berechnung gibt, sei auf eine Berechnung auf dieser Basis aus der Schweiz von Gutjahr et al. (2000) zurückgegriffen. Die Autoren errechneten, dass 3,4% aller Todesfälle in der Schweiz alkoholbedingt seien. Überträgt man diesen Prozentsatz als grobe Annäherung auf Österreich, so ergibt das bei rund 75.000 Todesfällen eine Anzahl von 2.550 alkoholbedingten indirekten Todesfällen.
Da infolge der international üblichen monokausalen Todesursachenstatistik immer nur eine Todesursache in die offizielle Statistik Eingang finden kann und manche Totenbeschauer im Interesse der Angehörigen zögern alkoholspezifische Todesursachen zu kodieren, ist hier noch mit einer erheblichen Dunkelziffer zu rechnen.

Die Zahl der "Alkoholtoten im engeren Sinn" umfasst die oben erwähnten 100 Österreicher (0,13% aller Todesfälle), einen Großteil der in Zusammenhang mit alkoholassoziierten Verkehrsunfällen gestorbenen Personen (im Jahre 2005 waren das 57 Personen) plus eine zahlenmäßig nur schwer quantifizierbare Zahl an anderen weiteren alkoholbedingten Unfallsopfern.
Die Zahl der "Alkoholtoten im weiteren Sinn" entspricht im Wesentlichen den weiter oben indirekte geschätzten 2.550 "indirekt alkoholbedingten Todesfällen" plus Dunkelziffer.
Die Zahl der "Alkoholtoten im umfassendsten Sinn" ergibt in Österreich, für den Fall, dass alle alkoholabhängigen Verstorbenen gezählt werden angesichts einer Gesamtlebenszeitprävalenz des Alkoholismus von 10% bei insgesamt 75.000 Verstorbenen 7.500 Fälle. Berücksichtigt man Todesfälle von ehemaligen bzw. aktuellen Alkoholmissbrauchern, so erhöht sich die Zahl grob geschätzt sogar auf das doppelte (15.000 Personen bzw. 20% der Verstorbenen). Die recht seltsam anmutende Idee alle bekannten Substanzkonsumenten, wenn sie versterben als "Substanztote" zu werten, war früher in einigen Ländern illegale Drogen betreffend üblich, ist infolge der Standardisierungsbemühungen der europäischen Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) inzwischen aber auch im Drogenbereich nicht mehr üblich. Dieser Zugang wurde außerdem in Zusammenhang mit Nikotin und Alkohol nie ernst erwogen. In diesem Sinne müsste man in einem Land wie Österreich 80% der Verstorbenen als alkoholbedingte Todesfälle auszuweisen, weil rund 80% der erwachsenen Bevölkerung zumindest in gewissen Phasen ihres Lebens nicht alkoholabstinent oder fast alkoholabstinent gelebt haben (d.h. maximal viermal pro Jahr Alkohol konsumiert;)

Verlorene Lebensjahre durch Alkoholismus und Alkoholmissbrauch
Wie bereits wiederholt ausgeführt erscheint es weit sinnvoller, die durch Alkoholismus und Alkoholmissbrauch bedingte Übersterblichkeit in der Bevölkerung über die Anzahl der dadurch durchschnittlich verlorenen Lebensjahre (ursachenbezogen verlorene Lebensjahre, UVL) zu erfassen und nicht über ursachenbezogene vorzeitige Todesfälle (UVT). International wird es inzwischen immer üblicher hier nicht nur die absolute Zahl der verlorenen Lebensjahre zu zählen, sondern dabei auch noch die Lebensqualität in dem Sinne zu berücksichtigen, dass nur Jahre mit voller Lebensqualität voll zählen und Jahre mit verringerter Lebensqualität entsprechend weniger. Die in diesem Zusammenhang verwendeten Begriffe sind qualitätsadjustierte Lebensjahre (QUALY) bzw. behinderungsadjustierte (DALY) (vgl. dazu Gmel & Rehm, 2006).

Schätzungen der verringerten Lebenserwartung von Alkoholikern, im Sinne von ursachenbezogen verlorenen Lebensjahren (UVL), reichen von 10-12 Jahren (Leu, 1981) über 24 Jahre (Lesch et al., 1986) bis 28 Jahre (Single et al., 1996). Besonders verlässlich erschienen uns Angaben, basierend auf der Auswertung der amtlichen Todesursachenstatistik der Bundesrepublik Deutschland von Bühringer et al. (2000). Diese weisen für männliche Alkoholiker in den ehemals westdeutschen Bundesländern durchschnittlich 17 verlorene Lebensjahre und für weibliche durchschnittlich 20 aus. Diese Zahlen lassen sich insofern gut auf Österreich übertragen, als die alkoholepidemiologischen Entwicklungen Deutschlands seit vielen Jahren jener von Österreich stark ähneln.

Hier muss man allerdings bedenken, dass es sich bei Bühringer et al. (2000) bloß um die Interpretation eines Zusammenhangs und nicht um das Ergebnis eines Experiments handelt. Wieweit die Unterschiede in der Lebenserwartung Ergebnis des exzessiven Alkoholkonsums sowie der alkoholismusbedingten Lebensumstände sind, und wie weit sich hier bloß unabhängige Faktoren (z.B. psychische und somatische Probleme, die die Entstehung von Alkoholismus begünstigen und die Lebenserwartung auch ohne Alkoholprobleme reduzieren würden) manifestieren, ist beim gegenwärtigen Forschungsstand nicht zu beurteilen (vgl. Uhl & Kraus, 2006).

Geht man von einer durchschnittlichen Reduktion der Lebenserwartung bei Alkoholikerinnen um 20 und bei Alkoholikern um 17 Jahre aus und davon, dass 14% der Männer und 6% der Frauen im Laufe ihres Lebens an Alkoholismus erkranken (Gesamtlebenszeitprävalenz des Alkoholismus), so ergibt sich, dass die Lebenserwartung der Österreicher um 1,8 Jahre steigen würde, wenn es keine Alkoholiker gäbe. Da man nicht angeben kann, wieviele verlorene Lebensjahre bei Alkoholkranken auf Alkoholkonsum und alkoholismusbedingte Lebensumstände und wieviele auf das Konto von relevanten Drittvariablen zurückgehen, kann man derzeit bloß spekulieren, wieviele der theoretisch erreichbaren zusätzlichen 1,8 Lebensjahre für die Lebenserwartung der Gesamtbevölkerung real erreichbar wäre, wenn man alle potentiellen Alkoholkranken von Kindheit an dazu bewegen könnte, ihren Alkoholkonsum an jenen der Restbevölkerung anzupassen.


Literatur:

Uhl, A. (2003a): Was sind eigentlich 'Drogenopfer'?. In: Beubler, E.; Haltmayer, H.; Springer, A. (Hrsg.): Opiatabhängigkeit Interdisziplinäre Aspekte für die Praxis. Springer, Wien

Uhl, A.; Kraus, L. (2006): Substanzkonsum und Sterblichkeit: Das Dilemma der Kausalität. Suchttherapie, 7, 4, 162-172

Grüner, O. (1995): Forensische Aspekte des Alkohols. In: Seitz, H.K., Lieber, C.S., Simanowski, U.A. (Hrsg.): Handbuch Alkohol, Alkoholismus, alkoholbedingte Organschäden. Barth, Leipzig

Feuerlein, W. (1979): Alkoholismus - Missbrauch und Abhängigkeit. 2. überarbeitetet und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart

Berzlanovich, A.; Sofeit, L.; Muhm, M.; Reyer, I.; Stimpfl, T.; Bauer, G. (1998): Alkoholintoxikationen - Eine retrospektive Analyse von Obduktionsfällen. Rechtsmedizin, 8 Suppl I, A34, 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Hannover

Uhl, A.; Kobrna, U. (2001): Alkoholkonsum in Österreich. In: Brosch, R.; Mader, R. (Hrsg.): Alkohol am Arbeitsplatz. Orac, Wien

Haas, St.L.; Feick, P.; Singer, M.V. (2006): Katersymptome nach Alkoholkonsum: Epidemiologie, Risikofaktoren und Pathophysiologie. Sucht, 52, 5, 317-326

Busch, M. (2006): Der epidemiologische Schlüsselindikator "Drogenbezogene Todesfälle und Mortalität von Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten" in der Europäischen Union und in Norwegen. Suchttherapie, 7, 4, 154-161

Uhl, A. (2000b): Evaluation vs. Evalopathy: Support for Practical Improvement vs. Irrational Nuisance. In: Abstracts of the 3rd Nordic Health Promotion Research Conference, Tampere, 6-9 September, 2000. University of Tampere, Tampere <www.api.or.at/lbi/download.htm>

Gmel, G.; Rehm, J. (2006): Zusammenfassende Gesundheitsmaße von Sterblichkeit und Krankheit: Der steinige Weg zwischen PALL, YLD, DALY, und HALE. Suchttherapie, 7, 4, 143-153

Gutjahr, E.; Gmel, G. & Klingemann, H. (2000). Die sozialen Kosten des Alkoholkonsums in der Schweiz 1995/96. In: Bundesamt für Gesundheit (Ed.): Suchtforschung des BAG 1996-1998. Bern: Bundesamt für Gesundheit, 166-168

Leu, R. (1981): Kosten und Nutzen des Alkoholkonsums aus volkswirtschaftlicher Sicht. Drogalkohol, 5, 2, 3-10

Lesch, O.M.; Lesch E.; Diezel M.; Mader, R.; Musalek, M.; Walter, H.; Zeiler, K. (1986): Chronischer Alkoholismus - Alkoholfolgekrankheiten - Todesursachen. Wiener Medizinische Wochenschrift, 19, 20, 505-515

Single, E.; Collins, D.; Easton, B.; Harwood, H.; Lapsley, H.; Maynard, A. (1996): International Guidelines for Estimating the Costs of Substance Abuse. Canadian Centre on Substance Abuse, Ottawa

Bühringer, G.; Augustin, R.; Bergmann, E.; Bloomfield, K.; Funk, W.; Junge, B.; Kraus, L.; Merfert-Diete, C.; Rumpf, H.J.; Simon, R.; Töppich J. (2000): Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen in Deutschland. Nomos, Baden-Baden


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