Suchtpräventionsdokumentation - Alkohol
-----------------------------------------------------------------------

Todesursachen in Österreich

Text aus:
Uhl, A.; Bachmayer, S.; Kobrna, U.; Puhm, A.; Springer, A.; Kopf, N.; Beiglböck, W.; Eisenbach-Stangl, I.; Preinsperger, W.; Musalek, M. (2009): 
Handbuch: Alkohol - Österreich: Zahlen, Daten, Fakten, Trends 2009.
dritte überarbeitete und ergänzte Auflage. BMGFJ, Wien


Die Todesursachenstatistik basiert auf einer Auswertung der amtlichen Totenscheine die vom Arzt, der den Tod feststellt, ausgefüllt werden müssen. Am Totenschein werden Begleitumstände, Grundleiden und die unmittelbare Todesursache festgehalten. Die Kodierung der Krankheiten im Österreichischen Statistischen Zentralamt wurde von

> 1955 bis 1968 nach der ausführlichen deutschen Systematik (ADS)
> von 1969 bis 1979 nach ICD8
> von 1980 bis 2001 nach der 9. ICD Revision

und ab 2002 nach den Kriterien der internationalen Klassifikation der Krankheiten, Verletzungen und Todesursachen der ICD10 vorgenommen.
( Klassifikation der alkoholverursachten Störungen nach ICD9). In Österreich wird nur eine Todesursache, nämlich das Grundleiden verschlüsselt (monokausale Todesursachenstatistik). Das Grundleiden ist jene Krankheit oder Verletzung, die den Ablauf der direkt zum Tode führenden Krankheitszustände auslöste bzw. die Umstände des Unfalls oder der Gewalteinwirkung, die den tödlichen Ausgang verursachten (WHO-Definition des Grundleidens).
In den folgenden Tabellen

Alkoholbedingte Todesursachen und Selbstmorde (Männer / 100 000 Gestorbene) (1955-2004) (aktualisiert > 22.04.2008)

Alkoholbedingte Todesursachen und Selbstmorde (Frauen / 100 000 Gestorbene) (1955-2004) (aktualisiert > 22.04.2008)

Alkoholbedingte Todesursachen und Selbstmorde (Männer und Frauen / 100 000 Gestorbene) (1955-2004) (aktualisiert > 22.04.2008)

Todesursache Leberzirrhose in Österreich - an „Leberzirrhose“ Gestorbene auf 100.000 Lebende (1960-2004) (aktualisiert > 22.04.2008)

wird die Gesamtzahl der Todesfälle pro Jahr, die Anzahl der Selbstmorde und die Anzahl der Todesfälle nach Erkrankungen, die häufig im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch stehen, ausgewiesen. Wie im Abschnitt
Selbstrmordrisiko und
Leberzirrhose- und Alkoholismusmortalität

errechnet, beträgt der Anteil an Alkoholikern unter den Selbstmördern zwischen einem Drittel und zwei Drittel.
Um die Zahlen der folgenden Tabellen korrekt interpretieren zu können, werden nun einige Erläuterungen angeboten.


zurück zur Übersicht Suchtpräventionsdokumentation Alkohol