Kaufsucht

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben Kraepelin und Bleuler eine krankhafte Kauflust oder Oniomanie.

Im Jahr 2004 wurde in Österreich von der Arbeiterkammer Wien eine Studie veröffentlicht mit dem Ergebnis, dass 19,2% der Bevölkerung kaufsuchtgefährdet seien und 5,6% kaufsüchtig. Eine Folgeuntersuchung zeigte bereits einen rasanten Anstieg der kaufsüchtigen Personen auf 7,7% und der kaufsuchtgefährdeten Personen auf 24,8%. Den Studienergebnissen zu Folge sind hauptsächlich Frauen und jüngere Personen von der Kaufsucht betroffen. Weiters gibt es keine Korrelation mit dem Haushaltseinkommen und dem Bildungsstand der Betroffenen.

Basierend auf diesen Ergebnissen wurde im Jahr 2006 im Anton Proksch Institut ein Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBeratungs- und Behandlungskonzept für Kaufsüchtige entwickelt.

Die Studie der Arbeiterkammer zur Kaufsuchtgefährdung in Österreich 2009 brachte folgende Ergebnisse: 30% der ÖsterreicherInnen sind kaufsuchtgefährdet, 10% stark kaufsuchtgefährdet. Der Anteil der (jungen) Frauen wird immer höher und liegt bereits bei 68%. Die Faktoren für Kaufsuchtgefährdung sind: Geschlecht (weiblich), Alter (unter 30 Jahre), Familienstand (ledig) und Politisches Interesse (politisch Desinteressierte).

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