In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde erstmals Tabak aus Amerika nach Europa importiert, zwei Jahrhunderte später wurden die ersten Zigaretten hergestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zur weltweiten Verbreitung des Tabakkonsums.
Mittlerweile stellt das Rauchen weltweit ein anerkanntes gesundheitliches Problem dar, von dem schätzungsweise 1,1 Milliarden Menschen betroffen sind (George, 2007).
In Deutschland beträgt der Anteil der über 18-jährigen Männer, die Tabak konsumieren, 37,3%, bei den über 18-jährigen Frauen sind es 28% (DHS, 2007).
In Österreich ist die Anzahl der RaucherInnen ab 16 Jahren in den letzten 30 Jahren insgesamt in etwa konstant geblieben, wobei der Anteil der rauchenden Männer rückläufig ist und ein Anstieg des Anteils an Raucherinnen zu beobachten ist (27,5% Raucher vs. 19,4% Raucherinnen) (Statistik Austria, 2007).
Mit der Einführung des ICD-10 (Dilling, Mombour & Schmidt, 1994) wurde der Nikotinkonsum als eigenständige Abhängigkeitserkrankung anerkannt.
