Nikotin und Alkohol werden häufig gemeinsam konsumiert, d.h. dass RaucherInnen mehr Alkohol trinken als Nicht-RaucherInnen (Shiffman et al., 1994).
Menschen mit problematischem Alkoholkonsum neigen dazu, mehr zu rauchen als Nicht-TrinkerInnen. Weiters konnte eine positive Korrelation zwischen der Menge des konsumierten Alkohols und der Menge der gerauchten Zigaretten nachgewiesen werden (Cummings et al., 1981; Istvan & Matarazzo, 1984; Sobell et al., 1990).
Bei rauchenden Alkoholabhängigen sind die konsumierten Alkoholmengen und die Trinkhäufigkeiten deutlich höher als bei nichtrauchenden Alkoholabhängigen (York & Hirsch, 1995).
Nikotinabhängige haben ein 2,7-mal höheres Risiko, alkoholabhängig zu werden, als NichtraucherInnen (Breslau, 1995).
Die Doppelabhängigkeit von Alkohol und Nikotin ist im Verlauf ungünstiger als bei einer isolierten Abhängigkeit von nur einer Substanz.
Der erhöhte Konsum beider Substanzen wirkt sich auch negativ auf die Gesundheit bzw. auf die Mortalität aus. Die Sterblichkeitsrate ist bei Personen, die Alkohol und Tabak konsumieren, signifikant höher als bei Personen, die nur eine der beiden Substanzen konsumieren (Rosengren et al., 1988).
Meist sterben alkoholabhängige RaucherInnen eher an den Folgen von tabakassoziierten Erkrankungen als an den Folgen des Alkoholkonsums (Hurt et al., 1996). Insgesamt sterben viermal mehr Menschen an tabakassoziierten Folgen als an alkoholassoziierten (Miller et al., 1998; Petro et al., 1996).