Teilziele der Behandlung auf der Entzugsstation 517

  • Psychiatrische und somatisch-medizinische Diagnostik, die unter den Bedingungen einer ev. Dauerintoxikation im ambulanten Setting nur schwer möglich war
  • Verbesserung des psychischen, somatischen und sozialen Status, dadurch Verbesserung der Fähigkeit, Alltagsanforderungen zu bewältigen (Wohnen, Kurs(e), Beschäftigung/Arbeit, Sozialkontakte, Freizeitgestaltung etc.)
  • Optimierung der Berücksichtigung der psychiatrischen Komorbidität im Rahmen der Behandlung (Gestaltung des Tagesablaufs auf der Station, modifizierte Anforderungen an PatientInnen, Vermeidung von Überforderung)
  • Verstärkung des Augenmerks auf die Komorbidität mit stoffungebundenen Suchtformen und entsprechende Berücksichtigung in der Behandlung
  • Anbahnung einer stabile(re)n Weiterbetreuungssituation
  • Ermöglichung und Vorbereitung eines stabile(re)n ambulanten Settings unter Substitution
  • Unterstützung bei der Klärung der Motivation für weiterführende, eventuell auch abstinenzgestützte Behandlungssettings
  • Unterstützung bei der Klärung der Sinnhaftigkeit solcher weitergehender Schritte in der jeweils aktuellen Situation der PatientInnen – in enger Kooperation mit zuweisenden und weiterbetreuenden ambulanten Einrichtungen
  • Ermöglichen eines (oft ersten) Kennenlernens eines stationären therapeutischen Settings
  • Vermittlung gesundheitsfördernder Kompetenzen, etwa durch psychoedukative Behandlungsangebote