Die stationäre Entzugsbehandlung für polytoxikomane bzw. opiatabhängige PatientInnen wird angeboten:
als Vorbereitung auf eine abstinenzgestützte Therapie am
Standort Mödling (6-Monats-Programm, 12-Monats-Programm)
als Vorbereitung auf eine abstinenzgestützte Therapie in einer Therapieeinrichtung außerhalb des Anton Proksch Instituts
als Vorbereitung bzw. zur Einleitung einer ambulanten abstinenzgestützten Weiterbehandlung/Weiterbetreuung
als «Moratorium»: die Intoxikation mit Suchtmitteln soll unterbrochen werden, um z.B. eine (eventuell nach Konsumbeginn erste) Erfahrung der Suchtmittelfreiheit zu ermöglichen, eine Reflexion der eigenen Situation oder die Klärung der Motivation zu weiteren Schritten zu ermöglichen (Herstellung bzw. Förderung von Besinnungs- und Entscheidungsfähigkeit durch den Konsumstopp), dann - unter besseren Voraussetzungen - eine Planung weiterer Schritte einzuleiten und eine somatisch-medizinische oder psychiatrische Abklärung vorzunehmen (durch Dauerintoxikation maskierte Komorbidität)
als «Palliativbehandlung»: hier soll der Entzug, ebenfalls als vorübergehender Konsumstopp, der nicht auf dauerhafte Suchtfreiheit abzielt, gesundheitliche Risiken der Dauerintoxikation vermindern, die «Abwärtsspirale» eines exzessiven Suchtverhaltens und dessen gesundheitlicher und psychosozialer Folgen zumindest vorübergehend aufhalten und die Betroffenen und/oder das Umfeld vorübergehend entlasten und den Betroffenen und/oder deren Umfeld Erholung ermöglichen