Vertrauen in der Krise statt Vertrauenskrise
So lautete der Titel der von der ÖGPP, der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, am 6. November veranstalteten Podiumsdiskussion, an der Sozialminister Rudolf Hundstorfer als Vertreter der Politik, Prim. Univ. Prof. Dr. Michael Musalek als Vertreter der Medizin, Univ. Doz. Dr. Ernst Agneter als Vertreter der Pharmaindustrie, Silvia Ballauf, Leiterin des Projekts "Betroffene beraten Betroffene" bei pro mente Wien, als Vertreterin der psychisch Kranken und Mag. Erwin Ladinser als Vertreter der Angehörigen von psychisch Kranken teilnahmen.
Anlass für den Pentalog waren die bei den psychisch Erkrankten besonders großen Existenzängste und Vertrauensverluste - ausgelöst durch die aktuelle Wirtschaftskrise. Immer mehr psychisch kranke Menschen verzichten aus finanziellen Gründen auf eine Therapie, was meist für sie selbst, aber auch für ihre Angehörigen und Arbeitgeber mit ungünstigen Folgen verbunden ist.
Gefordert wurden unter anderem Psychotherapie auf Krankenschein ohne lange Wartezeiten und mehr Verständnis für psychisch Erkrankte am Arbeitsplatz. «Gerade diese Menschen sind besonders gute Mitarbeiter, weil sie besonders hohe Ansprüche an sich stellen und in besonderem Maß Leistung erbringen wollen», so Prof. Musalek.


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