Alkoholabbau im Körper funktioniert langsam - Prof. Musalek im Gespräch mit der APA
Alkohol wird im Körper nur langsam abgebaut, im Schnitt mit 0,1 Promille pro Stunde, was bei fast jedem Menschen gleich ist. Eine gewisse individuelle Variabilität ist dennoch möglich.
Volksweisheiten, wie z.B. fett essen oder viel Wasser trinken, ändern laut Prim Univ. Prof. Dr. Michael Musalek daran nichts. Fettes Essen zögert den Rauschzustand nur hinaus, der Alkohol wirkt dafür länger. Trinkt man viel Wasser, so wird dadurch die dehydrierende Wirkung des Alkohols ausgeglichen - ähnlich wie bei Kaffee - der Alkoholisierungsgrad bleibt jedoch der selbe.
Besondere Vorsicht ist bei Mixgetränken und koffeinhaltigen Drinks geboten, bei denen die sedierende Wirkung des Alkohols überwunden wird. Die Müdigkeit, die sich normalerweise nach Alkoholkonsum einstellt, fällt weg, und man ist versucht, noch mehr zu trinken.
Oft unterschätzt wird auch der Restalkohol am Tag danach, der sich auf zweierlei Weise auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt. Zu einer verlängerten Reaktionszeit kommt eine deutlich erhöhte Risikobereitschaft. Die enthemmende Wirkung des Alkohols führt - schon bei geringen Mengen - zu Selbstüberschätzung.
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