BRISANT - 60-jähriger startet durch am ersten Arbeitsmarkt


Ein 60-jähriger Teilnehmer von BRISANT, dem Projekt des Anton Proksch Instituts zur beruflichen Reintegration stationärer alkoholabhängiger PatientInnen nach Therapie, berichtet:


«Wie ein Blitz aus heiterem Himmel werde ich angerufen und zu einem Vorstellungsgespräch ins niederösterreichische Gölsental gebeten. Das gesamte Team freute sich und wünschte mir viel Erfolg. Am Dienstag absolvierte ich den Termin positiv und wurde noch am selben Tag zu einem Gespräch mit dem Eigentümer der Gesellschaft eingeladen. Auch dieses habe ich positiv über die Runden gebracht, aber die Entscheidung sollte erst am Montag darauf folgen. Je näher der vereinbarte Termin kam, umso unruhiger wurde ich. Um 12:50 kam der erlösende Anruf und die Anstellung wurde mit 2. August 2010 fixiert.

Das Rüstzeug haben mir die Theoriestunden gegeben. Selbstsicherheit, verstanden werden, Geborgenheit in einer Gruppe, Ansprache durch das Projektteam, die Empathie und einiges mehr sind die Schlüsselerlebnisse, die den Erfolg sichern. Die Gespräche sind immer freundlich und mit Ernst an der Sache erfolgt und die Wahrheit wird gesagt, auch wenn diese mitunter weh tut. Aber diese gibt noch mehr Mut und zum Schluss Erfolg.

Warum erzähle ich dies: Auch als älteres Semester ist ein Durchstarten möglich. Die Devise ist: immer dran bleiben, an sich glauben, realistisch bleiben und sich trotzdem nicht verkaufen lassen.

Zum Schluss: Heute habe ich das weiterführende Projekt Wiener Berufsbörse im 9. Wiener Gemeindebezirk kennengelernt. Hier habe ich mir zur Aufgabe gestellt, trotz meiner Beschäftigung öfters zu Treffen zu kommen. Dies, um den Kontakt zu meinen lieb gewordenen Kollegen aufrecht zu erhalten und Neue und Neues kennen zu lernen.

In jedem Fall möchte ich mich für die professionelle Arbeit, die Hilfsbereitschaft und familiäre Aufnahme in das Projekt BRISANT beim gesamten Team bedanken. Wenn so weitergearbeitet wird, ist vorauszusehen, dass dies der richtige Weg für die Bedürftigen ist und eine unverzichtbare soziale Dienstleistung in der Zukunft ist.   
Alles Gute für die Zukunft und bis bald in der Wiener Berufsbörse.»

Ein glücklicher Betroffener