Ärztliche Direktion

Suchtkrankheiten stellen seit vielen Jahrhunderten für alle Gesellschaften im Umgang und in der Bewältigung eine große Herausforderung dar. Nicht nur medizinisch–therapeutische, sondern immer auch sozialpolitische, ökonomische und ethische Faktoren sind in der Entwicklung effizienter Behandlungsansätze zu berücksichtigen. Wir treten aktiv für die gesellschaftliche Akzeptanz und Entstigmatisierung von Menschen mit Suchterkrankungen und ihren Angehörigen ein.

Auf der Suche nach neuen, auch unkonventionellen Lösungen, verstehen wir Medizin nicht nur als Wissenschaft sondern vor allem auch als Kunst. Ärztliches und therapeutisches Handeln muss mehr als die reine Umsetzung der evidenzbasierten wissenschaftlichen Erkenntnisse sein. Die Motivation des Einzelnen, die Ästhetik des zwischenmenschlichen Umgangs, die Wiederaufnahme des Dialogs, die Schaffung von Atmosphären, die das Entstehen von Neuem ermöglichen, tragen ebenso zum Therapieerfolg bei, wie die etablierten und immer neu zu entwickelnden pharmakotherapeutischen, psychotherapeutischen und sozial supportiven Maßnahmen.

Neben fachlicher Kompetenz und Dynamik bestimmen uneingeschränkte Wertschätzung und menschliche Wärme unser Handeln. Unser Ziel ist es, den PatientInnen Wege für die Gestaltung eines autonomen und freudvollen Lebens zu eröffnen.


Prim. Univ. Prof. Dr. Michael Musalek
Institutsvorstand